KI-generierte Illustration: Ärztin im Gespräch mit einem Patienten, im Vordergrund eine Sprachwelle, die zu einem Dokument mit Häkchen wird

Patienteninformation

Conny – unsere digitale Schreibhilfe im Sprechzimmer

Damit wir uns im Gespräch ganz auf Sie und Ihr Kind konzentrieren können, nutzen wir bei Ihrer Einwilligung die Software Conny. Hier erfahren Sie, wie sie arbeitet und wie Ihre Daten geschützt werden.

Wie funktioniert es?

Conny schreibt mit, was im Gespräch besprochen wird, und bereitet daraus einen Entwurf für den Arztbrief vor. Das spart Schreibarbeit nach der Sprechstunde. Die ärztliche Beurteilung und alle medizinischen Entscheidungen bleiben ausschließlich bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

  1. Einwilligung. Wir fragen Sie vor Beginn, ob Conny verwendet werden darf. Ohne Ihr Einverständnis wird nichts aufgenommen.
  2. Aufnahme. Das Gespräch wird mit einem Mikrofon im Sprechzimmer aufgezeichnet und verschlüsselt an einen Server übertragen, den wir betreiben (Hosting bei Strato).
  3. Umwandlung in Text. Eine Spracherkennung (Whisper) auf von uns betriebenen Rechnern macht aus der Aufnahme einen Text. Danach wird die Tonaufnahme automatisch gelöscht, spätestens nach 24 Stunden.
  4. Entwurf. Aus dem Text entsteht ein Entwurf für den Arztbrief. Dieser Schritt wird weiter unten genau erklärt.
  5. Prüfung durch die Ärztin oder den Arzt. Der Entwurf wird gelesen, korrigiert und erst dann freigegeben. Conny kann sich irren – deshalb prüft immer ein Mensch.

Ihre Daten im Überblick

Muss ich einwilligen?

Nein. Die Nutzung ist freiwillig. Wenn Sie nicht einwilligen, wird das Gespräch nicht aufgenommen, und Ihre Behandlung bleibt genauso gut wie bisher. Bei Kindern entscheiden die Sorgeberechtigten; ältere Kinder und Jugendliche beziehen wir in das Gespräch darüber ein. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufen.

Wer hat Zugriff?

Ärztinnen und Ärzte unserer Einrichtung mit persönlichem Zugang sowie die technische Administration des Servers. Text, Berichtsentwurf, Tonaufnahme und hochgeladene Dokumente sind auf dem Server verschlüsselt abgelegt. Conny ersetzt keine Patientenakte; der freigegebene Arztbrief wird wie bisher in unsere Patientenakte übernommen.

Wird die Tonaufnahme gespeichert?

Nicht dauerhaft. Die Aufnahme wird nur für die Umwandlung in Text benötigt und danach automatisch gelöscht, spätestens nach 24 Stunden. Die Tonaufnahme wird nie an den externen KI-Dienst übermittelt.

Wie lange werden die übrigen Daten gespeichert?

Alle weiteren zu Ihnen in Conny gespeicherten Daten (Text, Entwurf, hochgeladene Dokumente, Stammdaten) werden 30 Tage nach dem letzten Aufruf Ihrer Akte in Conny automatisch gelöscht. Der freigegebene Arztbrief wird in unsere Patientenakte übernommen. Auf Wunsch löschen wir alle zu Ihnen in Conny gespeicherten Daten sofort.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Aufnahme, Spracherkennung und Speicherung laufen auf Servern bzw. Rechnern, die wir betreiben; das Hosting erfolgt bei der Strato GmbH als Auftragsverarbeiter. Ein einziger Schritt – das Formulieren des Entwurfs – nutzt einen externen KI-Dienst (siehe unten).

Der Entwurf: Was geht an einen externen KI-Dienst?

Damit der Entwurf gut lesbar formuliert wird, übermitteln wir den Text des Gesprächs an einen externen KI-Dienst (derzeit Mistral AI, Frankreich). Wir möchten Ihnen genau sagen, was dabei geschieht:

  • Nie die Tonaufnahme. Es wird ausschließlich Text übermittelt.
  • Vorher wird der Text pseudonymisiert. Unsere Software ersetzt Namen, Orte, Datumsangaben und Telefonnummern automatisch durch Platzhalter. Der KI-Dienst sieht „Person 1“ statt Ihres Namens. Erst bei uns werden die echten Angaben wieder eingesetzt. Gesundheitsangaben, die für den Entwurf nötig sind (z. B. Befunde), bleiben im übermittelten Text erhalten.
  • Die Pseudonymisierung ist automatisch und nicht unfehlbar. Sie senkt das Risiko deutlich, schließt es aber nicht vollständig aus – zum Beispiel bei Spitznamen oder ungewöhnlichen Schreibweisen. Wenn Ihnen das wichtig ist, sprechen Sie uns an; Sie können der Nutzung jederzeit widersprechen.
  • Vertragliche Grundlage. Der Dienst wird nur auf Grundlage eines Auftragsverarbeitungsvertrags und Ihrer Einwilligung genutzt.
  • Kein Training. Wir haben dem Training der Modelle des Anbieters mit unseren Daten widersprochen; die übermittelten Texte werden nicht zum Training verwendet.
  • Verbesserung des Briefstils. Ärztinnen und Ärzte können freigegebene Briefe, aus denen Namensangaben automatisch entfernt wurden, an das Entwicklungsteam senden, damit Conny den Stil der Briefe besser trifft. Das geschieht nur auf ausdrückliche Auslösung durch die Ärztin bzw. den Arzt.
Wichtig: Das Ergebnis ist ein Entwurf. Verbindlich ist erst der von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt geprüfte und freigegebene Brief.

Ihre Rechte

Verantwortlich für die Verarbeitung ist Kinderneurochirurgische Ambulanz, Universitätsklinikum Salzburg. Sie haben nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung und Widerspruch. Eine erteilte Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen; bereits erfolgte Verarbeitungen bleiben davon unberührt. Ihnen steht außerdem eine Beschwerde bei die Österreichische Datenschutzbehörde (dsb.gv.at) zu.

Zur Ausübung Ihrer Rechte (auch für die sofortige Löschung Ihrer Daten in Conny) genügt ein Hinweis in der Sprechstunde oder eine Nachricht an die Einrichtung (Kontakt siehe kinderneurochirurgie.at).

Häufige Fragen

Hört jemand die Aufnahme ab?

Nein. Die Tonaufnahme wird nur von der Spracherkennung auf unseren Rechnern verarbeitet und danach gelöscht. Niemand muss sie anhören.

Was passiert, wenn ich nicht einwillige?

Dann arbeiten wir wie bisher, ohne Aufnahme. Für Ihre Behandlung entsteht kein Nachteil.

Kann ich später meine Meinung ändern?

Ja, jederzeit und ohne Begründung. Sagen Sie uns einfach Bescheid; weitere Gespräche werden dann nicht mehr aufgenommen.

Kann Conny Fehler machen?

Ja, wie jede Software zur Spracherkennung und Textentwicklung. Deshalb liest Ihre Ärztin oder Ihr Arzt jeden Entwurf, korrigiert ihn und gibt ihn erst dann frei.

Entscheidet die KI über die Behandlung meines Kindes?

Nein. Conny hilft nur beim Dokumentieren. Alle medizinischen Entscheidungen treffen Ärztinnen und Ärzte gemeinsam mit Ihnen.

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